Donnerstag, 27. Oktober 2005

wenn einer eine Reise tut

Von gkemme, 00:15

Oh Gott, sagen die in Hessen und wollen beten und segnen. Andere (Bundes)-Länder andere Sitten. Entlang bewaldeter Höhenwege stolperte ich mit rutschigen Turnschuhen. Dann wieder an Raststätten und Autobahnauffahrten nach dem Motto: "Armes Schwein sucht Viehtransport nach Hamburg" Endlich hielt einer - von der Kripo - und meinte, dass ich bei der Staatsanwaltschaft mal wieder shake-hands machen sollte. Zwecks Aufbesserung des Kontos weiter Vorstellungsgespräche geführt und mir Absagen eingehandelt. Dann doch eine Chance - wie zu alten Zeiten - ich kann vielleicht als Tagelöhner Arbeit finden. Wichtiger ist mir jedoch die Arbeit an dem eigenen Physik-Weltbild so zwischen Quanten- und Äthertheorie.   


Sonntag, 23. Oktober 2005

Buchmesse

Von gkemme, 19:35

Lesestunde auf der Buchmesse. Fern der hamburger Heimat doch den (Print)Medien verbunden befinde ich mich wiedermal auf Reisen. Tausend neue Projekte und Anregungen.


Donnerstag, 20. Oktober 2005

Auf dem Weg wohin?

Von gkemme, 23:28

Der Angestellte oder Passant in der Hansestadt Hamburg wird diese Metropole gegen Mittag als durchaus kultiviert und interessant empfinden - so geht es mir jedenfalls - dann, wenn die Dämmerung ihr schummriges Licht verbreitet, geht das zur Sache. Wem Faustkämpfe gefallen, braucht sich nur am Gerhart-Hauptmann-Platz zu postieren und schon geht das los. Zur Fußball-WM gibt es dann für Einwohner und Touristen Ritterrüstungen - wäre notwendig. Durfte heute im Krankenhaus essen, gab unter anderem Preiselbeeren mit Schlagsahne *super lecker*. Erstmalig wieder bei einer Vereinstagung dabei - wird viel Arbeit geben. Reisepläne sind vorhanden. Da ich in der Zeitung war, fragen alle, ob ich bereits einen Verleger für mein Buch gefunden hätte. Klare Antwort: Bin auf der Suche, aber guter Hoffnung. Soll unbedingt zur Tagesjobvermittlung - Katze um den heißen Brei ist nix dagegen, wie ich da herum gehe. Niemand fragt, wie es den Leuten hier geht: Echt Scheiße!! Wir haben die Wiedervereinigung, die extremsten politischen Systeme nun friedlich vereinigt? Wer das glaubt ... . Aber Schreiberlinge dienen nur als unbestechliche Chronisten des örtlichen Zeitgeschehens. Also ich mach' erstmal winke-winke und drifte mal woanders hin.   


Sonntag, 16. Oktober 2005

Sonntag in der City

Von gkemme, 22:21

Der Sonntag beginnt mit dem obligatorischen "Sonntagsfrühstück". Ei, Käsebrot, Nutellaschnitte, Kakao und Kaffee. Nette Leute dort, man kann über Gott und die Welt quatschen. Dann die entsetzliche Erkenntnisse, ich hab' nix dabei, was ich verkaufen könnte: Keine Blumen, keine Zeitungen, die Gesangsstimme muss wegen Heiserkeit (wegen der ganzen Hilferuferei) schweigen - oh Gott, ich soll unter die Schnorrer gehen. Wegen dem Welttag der Armut am Montag sind einige Stellwände aufgebaut. Gucke shy und wünschend. Ein Türke hat Erbarmen und legt mir eine Pizza hin - dem Hungerstod entronnen. Das Geld fließt dann spärlich. Am Nachmittag gibt es Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Apfelkuchen. Heute - noch - nix in die Fresse bekommen. Die blauen Flecken können langsam abklingen. Aber die Nacht ist lang. Das Exposee ist nunmehr fertig.  


Samstag, 15. Oktober 2005

Schläge auf den Hinterkopf

Von gkemme, 22:04

Schläge auf den Hinterkopf bekommt der nächtliche Bummler am "Gänsemarkt" ganz umsonst - und heureka endlich klappt dass mit dem Schreibfortschritt, d.h. es gibt eine Idee für das Exposee der neuen Anthologie:  "Eine abgedrehte Schiebung am Rande der Galaxie" Wie durch ein Schlüsselloch können Leser fremdartige Lebenswelten entdecken. Durch die geliehene Brille des Autors materialisieren sich Thematiken, die den kühnsten Träumen nicht eingefallen wären. In der Geschichten-Sammlung "Eine abgedrehte Schiebung am Rande der Galaxie" geht es um Prosa-Texte, die vorwiegend der literarischen Kategorie Science-Fiction entstammen. Zukunftswelten werden so skizziert, die sich aus der Extrapolation heutiger Technik und Wissenschaft ableiten lassen. Man kann den Helden bei ihren unwahrscheinlichen und abstrusen Abenteuern folgen und wird dabei über deren mitreißenden Humor schmunzeln können. Diese Kurzgeschichten-Sammlung wird um einige skurille Alltags- und Kriminalgeschichten erweitert. "Bitte schnallen Sie sich an, diese Lese-Reise startet in wenigen Minuten!" Wie durch ein Kaleidoskop blättert sich eine Geschichten-Landschaft auf: Forcierte und rückwärtslaufende Stunden begleiten die Lesezeit. Wer Bücher bereits im Weggehen studiert wird staunend feststellen, dass ein Engel mit seiner goldenen Trompete vor dem überall herumliegenden Rutsch-Unrat warnt. Unwillkürlich wird er aufwärts blicken, wenn er liest, dass sich die "Ballerinen des Universums" meterhoch über den Boden ihrer Großraumstation treffen. Vielleicht wird er dann probehalber einen Passanten nach "Shaddy" fragen. Im Buch wird die Frage von einer Figur mit weißgekalkter Straßenmaske beantwortet.


Dienstag, 11. Oktober 2005

die neue Woche vier Tage nach dem 7.

Von gkemme, 21:31

Die Titelei zwingt mich an die Arbeit. Autorenvita + Klappentext + Cover, hinzu kommt dann das Exposee. Eine Buchmesse jagt die andere, man möchte, man muss aufspringen - doch der Kritiker und Rezensent von Gegenwartsliteratur hat es leichter als der Beschreiber der eigenen Hirngespinste. Immer im Multispagat zwischen mühsamster Beschaffung von Investitionsknete, Schreiben, dass die Fingerkappen qualmen, Leben in einem der Schrecklichstenaber wie gesagt, ein SciFi-Autor notiert eine Existenz auf dem blauen Planeten Terra und liest dabei das Datum 11. Oktober 2005 auf einem eurasischen Kalender ab. Die letzte Story "Ermittlungen im Wellenreich" kam tatsächlich wieder als Knüller rüber. Das grenzt alles an Selbstausbeutung: tagsüber Propaganda-Maloche und nachts am Keyboard. ... doch irgendwann gebiert die Druckerei wieder ein neues SciFi-Büchlein, wie einen kleinen röchelnden Alien. In Hamburg ist Nervenkitzel angesagt, überall Messerstechereien. Früher war es dort alles viiiiieeel friedlicher, da gab es nur Halbstarke und Gesichtskontrolle - mein Vater hatte mir immer den Gasrevolver weggeklaut, weil er den selber abfeuern wollte. Also - dies sind Nachrichten aus dem hamburger Asphaltdschungel.


Sonntag, 02. Oktober 2005

Are you selling that newspaper?

Von gkemme, 21:19

Der Tag hat 24h, was soll man an einem dreitägigen Wochenende anstellen? - Geld verdienen. Was soll man mit dem Money anfangen? Zur Buchmesse nach Frankfurt reisen! Die Sonne strahlt, Skater haben irgendeinen Langstrecken Wettbewerb bei wummernder Musik. Was die Touristen bloß alle wollen? Der Michel ist beliebt und Planten und Blomen mit dem Tropenhaus. "Nein, die Affen sind bei Hagenbeck, da müssen Sie den Bus nehmen." Alle Freunde und Bekannten sind bei ihren Freundinnen und Bekannten. Die Story kommt etwas voran, die Protagonisten wollen in einer Wechselstromleitung auf den E/M-Wellen surfen - alles ausgebucht - kriegen als Ersatz eine Reise in den Atomkern.  


Samstag, 01. Oktober 2005

ping - ping tropft es

Von gkemme, 21:21

Bleib dran, Mensch - nicht jetzt versagen! Eiiinnns werden mit dem Rechner musst du. Doch die Texte werden backsig wie Kaugummis beim Überkochen - und lang gezogen: Ich soll den Surfalltag irgendeiner Minifigur in der Wechselstromleitung beschreiben - mit dem Surfbrett durch elektromagnetische Wellenfelder toben. Ideen gibt es, gut, dass ich nur der Detailschreiber bin. Die Frankfurter Buchmesse rast heran, wenn das so weiter geht mit meiner Desolatheit, dann seh' ich mich schon passiv und shy am Stand lungern und anderen die Distribution überlassen. Endlich steht wieder was autobiographisches über mich in der Zeitung - sogar mit Honorar. Nach Behandlung durch den Pressefotographen ist man nicht mehr wiederzuerkennen. Bin noch etwas zur Promotion-Mache in den Regen gesprungen. Plötzlich knallt ne Pranke auf mein Rüchrat und ein netter Herr steckt mir was in die Hosentasche - das Scheinchen konnte ich brauchen. Abbruch aller arbeitsähnlichen Aktivitäten: Pilze gab es mit Bohnen und Blumenkohl und Nudeln und Bratkartoffeln und Cola und Wurzeln und Zusammengekochtes.   


Freitag, 30. September 2005

'ne Menge los

Von gkemme, 23:11

So nach und nach komme ich herum - von einem Dachboden zum anderen. Überall noch Reste einer absurden Wohnsituation. Bücher über Bücher: Von NACHTWACHEN VON BONAVENTURA bis KAFKAS GEHEIMNIS. Viele wichtige Unterstreichungen markieren den eigenen literarischen Bildungsweg. Ach wieder ein Foto:

"Papa, die Vereinigungsmenge enthält die Birne, den Apfel und die Tomate."  "Da magst du recht haben. Wollen wir jetzt Fußball gucken?"


Donnerstag, 08. September 2005

Startschwierigkeiten mit Erfolgsende

Von gkemme, 23:07

Die Tochter war schneller in den Fluten. Was war das wieder heiß heute - Feinde werden mich berichtigen: "Nein, es war fast kühl und windig". Dichtung und Wahrheit beschäftigen mich doch immer noch ziemlich. Wer mich Rauch-Abstinenzler mit Lunte im Mundwinkel erkennt, sollte nicht noch mehr an meinem Verstand zweifeln, sondern von mir eine Erklärung fordern. Dies ist die Antwort: Es gab einen Disput, ob man Zigarettenrauch wie eine Seifenblase hinter sich herziehen könne. Ich übe nunmehr das Spazierengehen und Drehen mit Zigarettenqualm. Echte Startschwierigkeiten bei der Promotion - faules Fleisch sollte nicht schon morgens auf die Rennbahn. Doch der Erfolg schafft Flügel.   

 


Donnerstag, 01. September 2005

Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Von gkemme, 22:18

Promotion - bis die Lippe zittert. Ein heißer Sommertag mit Vorfreude auf eine Box-WM in HH. "Holst du bitte deine Bilder ab?" Es ist eine urmenschliche Tendenz, die Anzahl fremder Umzugskartons in der eigenen Wohnung zu verringern, zumindest zu begrenzen. Also liegt da nicht nur eine Bildzeitung auf meinem Mittagstisch mit Lesefunktion, sondern auch ein altes Familienalbum. Gleich gescannt.

 

Wenn du eine Tochter bekommst, auf welchen Namen würdest du sie taufen lassen? Weiß ich noch nicht - aber einen Sohn würde ich GERHARD nennen.

Eine klare gute Entscheidung!


Sonntag, 28. August 2005

Das alte Thema: Der Eid

Von gkemme, 00:14

Der Eid

Na, TREUES DIENEN

Nein, SCHIESSBEFEHL

Und?

Klarer Meineid

Tut man nicht!

Selbst?

Nie gebrochen!!!

Hab'n Hundi im Sack

Taschenpfändung läuft nicht jedesmal, musst dummes Zeug quatschen oder spinnen.

Wäre Meineid an Eides statt

Verstehe du willst nicht schon wieder. Gib' ihn mir!

Yes, Sir!

 


Samstag, 27. August 2005

Die Mucke geht ab in HH

Von gkemme, 23:30

Rockfestival auf dem Rathausmarkt, Urolisk am Ida-Ehre-Platz und Kemme braucht ne' Chipkarte fürs WWW. Keep Smiling wie immer - dann geschafft, nicht nur der Memory-Stick kann gefüllt werden, sondern der Magen per Käse-Stik dito. Immer noch die dumme Begrifflichkeit des "Ziehens" am Wickel: Zieht man schnell Kohle raus, reißt man mit - die Konsequenz. Die Äthertheorie Skizzen warten noch, wegen (zu) langsamer Gedankenentwicklung. 


Donnerstag, 25. August 2005

Hamburger Regen

Von gkemme, 21:06

Gewinnerwartung im Keller aber dann verblüffend doch wieder nach oben gekommen. Ist "lesenswert.de" ein gutes neues Forum? Muss mich mit der physikalischen Bedeutung des Verbs "ziehen" herumschlagen - 3 000 Mille mal bei Google! Fernsehen soll doof machen, werde per Internet noch zur Intelligenzbestie. A propos - "Der Urgrund des Bösen", eine Story verlangt noch die Begründung für eine aus Sauriern bestehende Erdkruste.

 


Mittwoch, 24. August 2005

Start und Erprobung

Von gkemme, 20:29

Am Ende eines noch sommerlichen August-Tages entspanntes Surfen.

 


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